Emanuel Wöhrl Stiftung

Osterbrief von Schwester Ferrera Weinzierl aus Zimbabwe

FROHE OSTERN!

Die wunderschoenen Frangipani Blüten

Die wunderschoenen Frangipani Blüten

Wieder blüht und grünt die Natur mit neuem Leben, zu unserer Freude
und zu unserem Trost, dass das Leben
immer wieder neu erwacht und auch
uns zu neuem und ewigem Leben
führt, wie CHRISTUS es uns vorgelebt hat.

 

LIEBE VERWANDTE, FREUNDE UND WOHLTÄTER IN DER HEIMAT!

Wer hätte das gedacht, dass wir an Ostern ‚Hausarrest‘ haben! Seit 31. März 2020 sind wir in Zimbabwe in vollständigem LOCKDOWN wegen des Corona Virus für drei Wochen. Die Polizei hält alle auf, die keine schriftliche Erlaubnis haben, aus dem Haus zu gehen.

So feiern wir die Karwoche und die Osterfeiertage in aller Stille in unserer dominikanischen Gemeinschaft (zur Zeit sind wir zwölf, wie die Apostel) im Mutterhaus Harare und beten für die Leute in aller Herren Länder um Gottes Schutz und Erbarmen.

Gerade vor dem SHUTDOWN hatte ich das Glück Besuch von zuhause zu bekommen, nämlich HH. Ralf Heidenreich, Dekan und Pfarrer in Wald. Wir konnten innerhalb einer Woche zwei unserer Krankenhäuser und fünf unserer Schulen besuchen, auch unser Altenheim und eine Kinderfamilie in einem Slumgebiet von Harare, vier Mädchen, die ohne Erwachsene in einem kleinen dunklen Zimmer hausen, ohne Schloss, ohne Fenster, ohne Licht und ohne Wasser. Einfach unvorstellbar. Wir helfen ihnen mit Nahrungsmitteln, Schulgeld, Kleidung, Miete und alles was sie so brauchen. Einen Tag vor dem LOCKDOWN waren sie nochmals da, um sich Vorrat zu holen.

Ein freudiges Ereignis ist, dass wir einen Teil der Erweiterung unseres St Josef Krankenhauses in Mutare fast fertig haben. Nur der Corona Virus hat nun verzögert, dass wir nicht schon eingezogen sind. Zur Zeit bemühen wir uns, dass wir die Innenausstattung der zwei Operationssäle und der Entbindungsabteilung zusammenbringen (ca. 150.000 Euro).

Vor ein paar Tagen haben wir eine grosse Bestellung gemacht, um gegen den Corona Virus zu kämpfen, alles wegwerfbare Sachen – Goggles, gloves, Schürzen usw. Mit Nachttransport waren diese Sachen schon am nächsten Morgen in Mutare, um dort sofort benützt werden zu können. Die Krankenhäuser sind natürlich mehr als voll im Einsatz, auch in Regina Cöli und St Theresa’s, unsere anderen Krankenhäuser in Zimbabwe.

Einen weiteren lieben Besuch hatten wir im März 2020 vom Päpstl. Missionswerk der Kinder in Aachen. Frau Gesine Henrichmann und Frau Anne Herter haben nachgesehen, wie wir den IDAI betroffenen Leuten in Chimanimani und Chipinge, im Osten von Zimbabwe, geholfen haben und noch immer helfen mit Nahrungsmitteln, Kleidung, Wolldecken, Zement. Die Leute wollen nun vom Staat ein Stückchen Land, um wieder ein kleines Heim aufbauen zu können. Unser Dank geht an PMK, die deutsche Zahnärzte Vereinigung mit Dr Winter im Vorsitz, und unseren vielen privaten Wohltätern.

Auch in der Emerald Hill School for the Deaf haben wir die Toiletten für die Kleinkinder, za. 150 Buben und Mädchen, fertig gebracht. Besonderen Dank an die deutsche Jesuiten Missionsprokur in Nürnberg und das Kinder-Missionswerk im Vatikan, Rom, sowie an unsere vielen privaten Helfer.

IHNEN ALLEN GOTTES SCHUTZ UND SEGEN, BESONDERS AUCH FüR DIESE CORONA VIRUS ZEIT,
mit österlichem Gruss,
Ihre dankbare Sr Ferrera Weinzierl OP aus Zimbabwe

DOMINICAN MISSIONARY SISTERS OF THE SACRED HEART OF JESUS
MUTTERHAUS HARARE

 

 

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